Speiklavendel

Speiklavendel

Seinen lateinischen Namen "latifolia", was so viel wie großblättrig bedeutet, bekam der Speiklavendel wegen seiner Blätter.

Der Speiklavendel wird größer als andere Lavendelarten, nämlich bis zu 90 cm hoch. Seine Blüten sind blaugrau und enthalten mehr Kampfer als andere Sorten, deshalb ist der Duft auch etwas strenger und stechender.

Der Speiklavendel liebt die Hitze

Der Speik blüht erst im August und liebt die Wärme - deswegen wächst er in Nordeuropa auch nicht so gut wie am Mittelmeer. Man findet ihn eher in Spanien, Frankreich oder auf dem Balkan, wo er ideale Bedingungen findet.

Der hohe Anteil am Kampfer macht den Speiklavendel ideal als anti-mikrobielles Mittel: So fand man zum Beispiel heraus, dass das Speiköl das Wachstum von Tuberkelbazillen verlangsamt. In unserer Zeit, in der man immer häufiger von resistenten Krankheitserregern hört, kann der Speiklavendel einen wertvollen Beitrag zur Krankheitsvorbeugung und -behandlung liefern.

Das Öl des Speik wird aufgrund der auswurffördernden Eigenschaft zudem gerne bei Bronchitis empfohlen.

Der Duft des Speiklavendels

Obwohl der Speiklavendel anders duftet als der echte Lavendel, wird er trotzdem von der Parfümindustrie geschätzt und verarbeitet. Man gibt ihn also ebenfalls Parfüms, Seifen und Badezusätzen bei.

Im Haushalt kennt man vielleicht die Anwendung als "Parfüm" für die Wäsche, man gibt einfach etwas Öl in die Waschmaschine und erhält so einen "sauberen" Duft.

Besonders in Spanien verwendet man das Speiköl wegen seiner die Insekten vertreibenden und abtötenden Wirkung zur Raumbeduftung, in Möbelwachsen oder -polituren.